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Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?
Die Sinnfrage meines Lebens schlechthin
Ein Mensch, der wissen will wer er wirklich ist, kommt nicht um die Fragen des "Woher" und des "Wohin" herum. Wir können sie zwar verdrängen oder mit einfachen Antworten auslöschen.
Doch scheint es im Menschen verankert zu sein, dass er gerne Antworten auf seinen Ursprung und sein Wohin nach dem irdischen Leben findet.
Der rational denkende Mann hat die Antwort schnell mal beisammen.
So schreibt er für sich auf: "Durch Zeugung geworden, durch Personen und Umstände geprägt ergibt die Summe meiner Identität". Das Wohin wird mit dem weitverbreiteten Glauben, Asche zu Asche, Staub zu Staub abgetan und das Kapitel seines "Seins" wird geschlossen.
Ich gehe diesen Fragen meines Ichs aus Sicht meiner christlichen Gesinnung nach und möchte natürlich herausfinden, was in der Bibel darüber berichtet wird.
Für mich wird dieser Bericht wie eine Reise werden, in der sich mir bekannte und neue Erkenntnisse auftun. Dies soll in mir Veränderungen im Erkennen meiner Identität bewirken und so meinen Glauben bereichern, der für mich alltags tauglich sein muss.
Woher komme ich?
Bevor ich über die Frage "Wer bin ich?" (was macht mich aus) nachdenken kann, muss ich für mich die Antwort finden, wo mein Ursprung liegt.
In der Bibel stosse ich auf verschiedene Aussagen, die mein "Sein" schon vor der Zeugung durch die Eltern erwähnen.
So steht etwa in Psalm 139, 15-16
«Es war dir mein Gebein nicht verborgen, da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde.
Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.»
In diesen Versen, könnte man noch einwenden, dass der Zeugungsakt auf der Erde im Verborgenen durchgeführt und von Gott beobachtet wurde. Somit wäre mein "Sein" eine natürliche Geburt, nichts Aussergewöhnliches.
Doch stiess ich mit Epheser 1, 3-6 auf weitere Verse, dass mein "Sein" schon vor meiner Zeugung bekannt war. Dort steht:
"Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.
Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe;
er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens,
zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten."
Man könnte bei diesen Versen denken, dass diese Erwählung nur für ein paar Auserlesene gilt. Doch Gott hat einen jeden Menschen der gezeugt wurde auserwählt durch Jesus Christus sein Kind zu sein.
In Johannes 1,12 steht: "Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben..."
Jeder Mensch der auf der Erde lebt, wurde vor seinem Werden ins Leben gerufen. Dies gilt auch für alle abgetriebenen Kinder, die jedoch nie ihr "Sein" auf dieser Erde leben konnten.
Nach meinem Verständnis heisst dies, dass ich durch die Liebe Gottes aus der geistlichen Welt, durch die natürliche Zeugung, auf die Welt erwählt worden bin, wo ich die Möglichkeit habe mein Leben bewusst als Kind Gottes zu seinem Wohlgefallen zu leben oder mein Leben losgelöst von Gott zu gestalten. Dieser Entscheid wie ich mein Leben führe, ist auch entscheidend für die Beantwortung der Fragen über "Wer bin ich? und das "Wohin meines Seins".
Wer bin ich?
Bevor ich auf die Frage des Wohin eingehe, möchte ich die Frage "Wer bin ich?" anschauen. Was macht mich aus? Darunter verstehe ich das Tun, die Emotionen, meine Identität.
Mit der Geburt wird meine Identität geregelt. Merkmale wie zum Beispiel Nationalität, Geschlecht, Herkunft, Name usw.. Danach entwickelt sich mein "Sein" durch mein Tun. Ich durchlaufe Entwicklungsstufen, welche für meine Identität wichtig sind. So zum Beispiel Schulen, Ausbildung, Karriere usw. Vieles wird in meiner Identitätskarte oder dem Personalausweis festgehalten.
Viele Menschen meinen ihre Identität und Tun widerspiegle ihr "Sein". Doch ist meiner Meinung nach die Identität nur ein Teil meines "Seins". Der andere Teil zeigt sich durch meinen Charakter, meine Gesinnung, Werte und Normen, sowie meinen Emotionen, welche in meinem Umfeld wahrgenommen werden.
Wer ist massgeblich für diesen Teil meines "Seins" , das ja mein Leben ausmacht, verantwortlich?
Die meisten Personen würden wahrscheinlich die gemachten Erfahrungen oder die Persönlichkeitsentwicklung dafür verantwortlich machen, was ja zu einem gewissen Teil stimmt. Für mich ist jedoch der bestimmende Faktor mein Herz.
Wie komme ich darauf?
Ein Schlüsselvers fand ich für mich in der Bibel in Sprüche 4,23
"Mehr als alles, was man ⟨sonst⟩ bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm ⟨entspringt⟩ die Quelle des Lebens."
Alles, was an mich heran kommt an Erlebnissen, Gedanken und sonstigen Einflüssen, werden von meinem Herzen gefiltert und als Bilder an das Hirn kommuniziert. Im Hirn verbinden sich die Bilder des Herzens mit einem Gefühl. Dadurch entstehen Emotionen, welche wiederum im Herz gespeichert werden. So wird mein Herzensfilter immer mehr verändert. Ich werde alles was an mich herankommt durch diesen Filter begutachten und beurteilen. Dies wird mein "Sein" stark beeinflussen. Darum ist es von immenser Wichtigkeit mein Herz vor schlechten Inputs zu hüten. Denn durch mein Herz werden die Gesinnung, Werte und Normen sichtbar. Darum ist es mir wichtig mein Herz mit biblischen Wahrheiten zu füllen, damit meine Beurteilungen durch diesen Filter geschehen dürfen und mein Leben immer mehr die Merkmale eines freien, nicht religiösen Christen, aufweist.
Da komme ich auf eine biblische Aussage , welche auch gesellschaftlich akzeptiert wird, zurück.
Matthäus 6,21 "Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein."
Welcher Schatz hütet mein Herz? Ist mein Schatz geprägt durch vermeintlich eigene Errungenschaften oder ist mein Schatz in der biblischen Wahrheit, dass Jesus am Kreuz alles , also den ganzen Heilsplan Gottes, vollendet hat.
Ich glaube am Kreuz wurde der Heilsplan Gottes mit den Menschen vollendet. Dies erkennt man auch an dem Ausspruch Jesu: "Es ist vollbracht!" Diese Worte am Kreuz gesprochen gelten nicht nur für die Erlösung der Menschen. Gott hat sich durch das vollbrachte Werk am Kreuz mit der ganzen Welt versöhnt. Doch durch das Geschehnis am Kreuz wurde alles bisher Gekannte verändert. Das Zeitalter des Gesetzes wurde abgelöst. Das Zeitalter des Gesetzes war wichtig für den Bund Gottes mit seinem Volk Israel. Doch wurde durch den neuen Bund Gottes mit seinem Sohn das Volk Israel und die Heiden gemeinsam aufgerufen, durch Glauben mit in den Bund zu treten.
Epheser 2,14+15a
"Durch Christus haben wir Frieden. Er hat Juden und Nichtjuden in seiner Gemeinde vereint, die Mauer zwischen ihnen niedergerissen und ihre Feindschaft beendet. Durch sein Sterben
hat er das jüdische Gesetz mit seinen zahlreichen Geboten und Forderungen außer Kraft gesetzt."
Das neue daran ist, es hängt nun nicht mehr am Werk des Menschen etwas tun zu müssen, um gerettet zu werden. Sondern durch Jesu wurde der neue Bund durch das vollkommene Werk des Kreuzes vollendet. Der Mensch kann nur im Glauben beitreten, doch der Bund bleibt unabhängig der Entscheidungen der Menschen bestehen. Der Bund kann nicht gebrochen oder aufgelöst werden, da Jesus und Gott sich nicht verleugnen können. Die ganze Sichtweise wurde verändert, obwohl Gott der gleiche blieb. So sieht Gott uns nun nicht mehr durch unsere menschlichen Unzulänlichkeiten, sondern sieht uns durch seinen Sohn Jesus. Er sieht nur Jesus, wenn er uns anschaut.
Wieso? Im Kolosser 1,27 steht:"...Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit."
Es heisst auch in Kolosser 2,9:"Nur in Christus ist Gott wirklich zu finden, denn in ihm lebt er in seiner ganzen Fülle." In Christus wohnt Gott also in seiner ganzen Fülle. Und wenn Christus in den Menschen lebt, welche aus Glauben das vollbrachte Werk des Kreuzes angenommen haben, so ist die ganze göttliche Fülle in ihnen. Ich darf also durch Christus die göttlichen Attribute in meinem "Sein" in Anspruch nehmen. Und dies wiederum wird mein Herz prägen.
Einige Veränderungen, die ich durch den Glauben an Jesus annehmen darf sind zum Beispiel:
- Ich bin erlöst
- Ich bin gerechtfertigt
- Ich bin zur Freiheit befreit
- Durch sein Blut bin ich gereinigt
- Er ist mein Versorger an Geist, Seele und Leib ( kein Bereich ist ausgeschlossen)
Ich darf diese Verheissungen in meinem Leben in Anspruch nehmen, obwohl noch nicht alles 100prozentig sichtbar ist, da ich lebenslang am Lernen bin.
Man kann es vielleicht mit folgendem Bild vergleichen. Ein Radio, dessen Frequenz schlecht eingestellt ist, ist dennoch ein Radio und alle guten Signale des Senders durchlaufen ihn. Doch weil die Feinabstimmung noch nicht optimal ist, werden Nebengeräusche hörbar. So ist es auch bei mir. Alles um aus der Fülle Gottes zu leben ist vorhanden, doch ist mein Herz noch durch falsche Entscheidungen oder religiösen Erfahrungen verunreinigt. Dies führt zu Nebengeräuschen in meinem Leben. Doch die göttlichen Attribute die mir zugesprochen sind, sind in mir vorhanden und sollen in meinem Charakter sichtbar werden.
Wohin gehe ich?
Wenn ich nun den Aussagen der Bibel über mein "Woher" und meinem "Sein" glaube, dann wird es für mich nicht schwer zu erkennen sein, wohin ich gehen werde.
In Philipper 3, 20-21 steht:
"Wir dagegen haben unsere Heimat im Himmel. Von dort erwarten wir auch Jesus Christus, unseren Herrn und Retter.
Dann wird er unseren hinfälligen, sterblichen Leib verwandeln und ihn dem herrlichen, unvergänglichen Leib gleich werden lassen, den er selbst nach seiner Auferstehung empfangen hat."
Wie auch immer das Leben auf dieser Welt und dessen Umstände aussieht, Menschen welche in den Bund des vollbrachten Werkes des Kreuzes eintreten, haben eine herrliche Zukunft vor sich.
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Es würde mich freuen wenn eine konstruktive Diskussion stattfinden dürfte.