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Fragen zum Thema Sünde-Schuld-Vergebung
- Was ist Sünde?
- Wieso sollte ich schuldig sein? Ich habe nie etwas Schlimmes getan.
- Warum sollte jemand für mich gestorben sein?
Sünde
- Der Ausdruck Sünde geniesst in der heutigen Gesellschaft einen schalen (abgestandenen) Nachgeschmack.Man versucht dem Wort durch verschiedene Definitionen seine Stärke zu brechen.
- Es gibt Menschen, die verstehen unter Sünde einen Begriff, der sich das Christentum erfunden hat um das Volk durch Angst besser gefügig zu machen. In dieser Art wird Sünde als Machtmittel verstanden und ausgeübt.
- Für Andere ist Sünde ein Fehlverhalten, das eine Strafe Gottes nach sich zieht
- Ein anderer Teil der Gesellschaft macht sich über den Begriff der Sünde lustig, in dem man seine Schwächen oder Neigungen humorvoll entschuldigt oder legitimiert. So hört man immer mehr den Ausspruch "Lass uns sündigen, damit das Leben spannend wird."Oder "Wenn ich nicht sündige kann ich nach dem Tod nicht bei meinen Freunden sein und dies ist langweilig."
Aber was ist Sünde?
Sünde ist ein alter deutscher Begriff und kommt von Sund. Sund ist ein Sumpfgebiet, welches das Festland voneinander trennt.Es wird also im Zusammenhang von Trennung einer festen Bindung gebraucht.
Die Sünde ist demnach die Trennung des Menschen aus der festen, uneingeschränkten Beziehung mit Gott. Doch wie konnte dies geschehen? Die Antwort auf diese Frage können wir in der Bibel im ersten Buch Mose, Kapitel 3 lesen (1. Mose 3). Der Mensch wollte sein wie Gott und wollte sein Leben autonom, also ohne Gott gestalten.
Das ist wie bei zwei Menschen, welche in einer festen, gemeinsamen Beziehung ihr Leben unabhängig von einander gestalten. Nach kurzer oder längerer Zeit gibt es eine Trennung. So war es auch in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Der Wunsch des Menschen nach Autonomie führte zum Ungehorsam Gott gegenüber. Durch diesen Ungehorsamsschritt musste die Trennung vollzogen werden, da Gott als Herrscher souverän ist und keine Gemeinschaft mit ungehorsamen Menschen, welche sich nicht unterordnen können, halten kann. Er hat ihnen die Konsequenz für Ungehorsam schon vor eintreten der Schuld mitgeteilt.
Sich Gott nicht unterordnen wollen ist also Sünde. All die Fehlverhalten wie Lügen,stehlen, ehebrechen usw. sind nur Auswirkungen der Sünde. Es ist die Frucht der autonom gesäten Saat des ungehorsamen Menschen.
Also die Meinung ich habe nie etwas Böses getan lässt mich vor Gott nicht ohne Sünde sein oder anders gesagt ungetrennt von Gott sein. Wir alle, ich eingeschlossen, sind Sünder und dies nicht weil unser Tun uns zu dem macht, sondern unser Sein.
Zum veranschaulichen ein Beispiel im Wissen, dass jedes Beispiel auch Haken hat: Ein Kind bekommt nicht blonde Haare weil die Eltern oder es selber etwas macht, sondern weil die Gene so gelegt sind. So sind auch die Gene des Automonietriebes in jedem Menschen, ob wir wollen oder nicht. Wir können auch nichts dafür oder dagegen tun. Wir sind getrennt von Gott und können den Sumpf (Sund siehe oben) von uns aus nicht überwinde. Die Sünde ist also ein Zustand und nicht ein Verhalten. Doch beeinflusst dieser Gott lose Zustand das Verhalten.
Schuld
Ich habe erwähnt, dass Sünde (ohne Gott sein Leben zu bestreiten) ein Zustand ist, der mein Verhalten beinflusst. Es führt zu Fehlverhalten Gott und Menschen gegenüber. Und wenn ich mich Menschen oder Gott gegenüber falsch verhalte werde ich an ihnen schuldig. Mir begegnet in Gesprächen immer wieder, dass man lieber von Schuldgefühlen spricht und nicht von Schuld. Dies geschieht meistens bei Fehlverhalten im Beziehungsbereich. Doch Schuld hat nichts mit Gefühlen zu tun, sondern wurde durch ein sündiges (gottentferntes) Verhalten gezeugt und empfangen. Zurück zu 1. Mose 3 dem Ereignis das in der Bibel der Sündenfall genannt wird. Adam und Eva wurden schuldig in dem sie Gottes Weisung missachteten. Ihr Wunsch, durch Satan geschürt, autonom zu leben endete mit dem Fehlverhalten, dass sie von der verbotenen Frucht assen. Sie wurden schuldig und Schuld zieht immer eine Konsequenz (Strafe=direkte oder indirekte Auswirkung auf mein Fehlverhalten) nach sich.
Kein Mensch kann sagen, dass er schuldfrei ist, da ja jeder im Zustand der Sünde lebt. Und aus dem Zustand der Sünde entstehen Fehlverhalten die mich schuldig machen. Das Einzige was ein Mensch sagen kann ist, dass er weniger Fehlverhalten als Andere hatte. Das Resultat bleibt dasselbe, er ist von Gott getrennt und kann die feste Verbindung zu Gott nicht mehr herstellen, auch wenn er ein noch so vorbildliches Leben führt.
Nun, wenn Sünde und Schuld eine Tatsache sind und ich nichts von aus mir heraus machen kann um diesen Zustand zu ändern, was soll dann das Ganze? Wie komme ich aus diesem Zustand heraus? Wo finde ich Hilfe?
In der Bibel steht im Psalm 121:" Ich sehe hinauf zu den Bergen ( die Berge könnten Schuld sein), woher kommt mir Hilfe?" Die Antwort gibt sich der Schreiber selber.
"Meine Hilfe kommt vom Herrn (Gott)"
Wie sieht denn diese Hilfe in Bezug der Sünde und der Schuld aus? Es braucht Wiederherstellung in der Beziehung mit Gott und dies kann nur durch Vergebung der Schuld erreicht werden.
Vergebung
Was ist Vergebung?
Eine Schuld reisst aus einem friedlichen Zustand ein Stück heraus und schafft Unfrieden.
Der Schuldige oder Täter zerstört den Frieden.
Es entsteht eine Verletzung, ein Loch. Damit das Loch wieder geflickt werden kann
muss das Opfer das fehlende Stück vergeben und die Wiederherstellung vollziehen.
Zwischen zwei Menschen sind meistens beide Personen Täter und Opfer und müssen
sich gegenseitig ein Stück vergeben um den Frieden untereinander wieder herzustellen.
Zwischen Gott und dem Menschen ist es nicht so. Wie wir unter dem Thema Sünde gesehen haben
ist immer der Mensch der Täter. So kann also nur von Gott aus der Friede zwischen Mensch und Gott
wiederherstellt werden. Er muss das fehlende Stück wieder einfügen.
Doch wie sieht dieses fehlende Stück aus? Durcheinen schuldigen Menschen geschah die Trennung. Nur durch einen unschuldigen,
fehlerlosen Menschen kann Wiederherstellung geschehen. Durch Ungehorsam kam die Schuld - also muss das fehlende Stück Gehorsam sein.
Durch einen Menschen kam der Tod - ein Mensch muss den Tod überwinden. Man könnte diese Reihe noch weiterführen.
Uns ist sicher klar, dass es keinen solchen Menschen auf der Erde gibt, der dies vollbringen konnte, da es in der Bibel über die Menschen heisst.
<<Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Römer 3.10>>
Da nur Gott gerecht ist, musste also Gott Mensch werden. Aber wie? In dem er seinen Sohn als Mensch zu den Menschen sandte. Er musste als Mensch geboren werden.
Es kommt mir gerade in den Sinn wie sich die aufgeklärten Menschen über die jungfräuliche Geburt lustig machen. Sie vergessen, dass Gott die ganze Schöpfung darunter auch den ersten Menschen nur durch sein Wort schuf. Doch zur Wiederherstellung der Beziehung braucht es einen fleischlich geborenen Menschen, der jedoch nicht das Erbgut eines fleischlichen Vaters mitbringt. Sonst wäre dieser Mensch so schlecht wie alle Anderen gewesen. Doch Jesus hatte das Erbgut Gottes, seines Vaters.
In der Bibel steht über Jesus: Er war unschuldig, gehorsam bis in den Tod und überwand am Kreuz den Tod.
Er brachte also genau die Eigenschaften mit, die das fehlende Stück zur Versöhnung mit Gott brauchte. Gott liebt uns so sehr, dass er seinen Sohn sterben liess, damit wir Vergebung von unserer Schuld erlangen konnten. Es gab keinen anderen Weg für den gerechten Gott, da er sonst nur menschlich gehandelt hätte und dies wäre für uns Menschen eine Katastrophe.
Gott gab das fehlende Stück zur ungetrübten Freundschaft. Ja es wurde mehr als Freundschaft, da es in der Bibel heisst, dass Alle die an Jesus glauben sich Gottes Kinder nennen dürfen.
Er wurde durch diese Wiederherstellung Vater und somit sind wir als Kinder auch Erbe seines Reiches.
Sünde -Schuld - Vergebung sind die
Schwerpunkte des christlichen Glaubens,
da sich darin die Beziehung zwischen Gott
und den Menschen widerspiegelt.
Diese Beziehung bleibt über den Tod hinaus in
alle Ewigkeit bestehen.